Der Choro ist der ältere Bruder des Samba und wird nicht nur in ganz Brasilien gespielt und gefeiert, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt. Er verlangt große Virtuosität an den für ihn typischen Instrumenten und der Perkussion und bringt auf harmonische Weise Laien und professionelle Musiker*innen zusammen.
Mit dem Festival de Chôro 2026 wird München zum fünften Mal zur europäischen Hauptstadt des Choro: Im Kulturzentrum LUISE werden Konzerte, Workshops für Jung und Alt sowie Rodas de Choro (eine Art Choro Jam-Session) und brasilianisches Essen geboten sein.
Diese Musik und Kultur des Choro wollen wir sowohl mit Künstlerinnen und Künstlern aus Brasilien als auch mit hiesigen Choro-Talenten feiern. Kuratoren des Festivals sind Marcio Schuster und Luís Maria Hölzl, beide Künstler, der eine Brasilianer, der andere Deutsch-Portugiese, aus München.
Festival-Kalender
FREITAG, 20. FEBRUAR
14-16:30 Uhr: Bandão-Probe (Choro-Orchester) mit Elizabeth Fadel
Elizabeth Fadel, aus Curitiba, Brasilien, klassische Pianistin, Cembalistin und Komponistin, Multi-Instrumentalistin, Musiktherapeutin, zeichnet sich auch durch ihre Darbietungen von Tango, Rock, brasilianischer und lateinamerikanischer Musik aus. Sie lebt seit einigen Jahren in den Niederlanden, unterrichtet, tourt und nimmt Alben in Europa und Brasilien auf. Mehr Info: https://elizabethfadel.com/bio-en
16:30-17:30 Uhr: Roda de Choro: „Was ist das?“ mit Flávio Nunes
Flávio Nunes, aus São Paulo stammender Musiker, vereint an der 7saitigen Gitarre und am Cavaquinho Samba de Raiz, Choro, MPB, Forró, Bossa Nova bis hin zum Blues, Reggae und Jazz Manouche mit virtuoser Präzision und Leidenschaft. Seit mehr als 25 Jahren gibt Flávio seine Erfahrung und Begeisterung an Schüler weiter und begleitet Kinder wie Erwachsene mit individuell gestaltetem Unterricht auf ihrem musikalischen Weg. Mehr Info: https://de.flavionunes.com/
18 Uhr: Eröffnungskonzert Casa das Flores mit Elizabeth Fadel und Floor Polder gefolgt von einer Roda de Choro
Floor Polder (Flöte) und Elizabeth Fadel (Klavier und Akkordeon) bilden ein Duo, das das Publikum auf eine musikalische Reise mitnimmt, auf der brasilianische Klänge, Jazzimprovisationen und klassische Einflüsse mühelos miteinander verschmelzen. Der Titel ihrer EP, Casa das Flores, bezieht sich auf das Haus in Rotterdam, wo sie zusammenlebten. Dieses Haus, besucht von vielen brasilianischen Musiker*innen und Freund*innen, wurde zum pulsierenden Zentrum zahlreicher Jam-Sessions und musikalischer Begegnungen und inspirierte die zwei Musikerinnen zu ihrem einzigartigen Sound: lebhaft, spontan und voller Leidenschaft.
Floor Polder, Flötistin und Komponistin, ursprünglich aus Den Haag, verbrachte über fünf Jahre in Brasilien, wo sie eine tiefe Verbindung zur reichen Musikkultur des Landes entwickelte. Sie studierte Flöte in Rotterdam und erlangte einen Abschluss in lateinamerikanischer Musik. Mehr Info: https://floorpolder.com/
SAMSTAG, 21. Februar
9-12 Uhr: Workshops mit Flávio Nunes, 7saitige Gitarre, (Gitarre und Harmonie-Instrumente), João Araújo, Pandeiro, (Perkussion und Pandeiro), Anais Pasanau Miró, Melodie-Instrumente
João Araújo, Komponist und Perkussionist, unermüdlicher Botschafter des Choro und des Pandeiro im Besonderen, bildet mit Abdallah Harati das Caiana Duo, Kern der Choro-Musik in München. Neben literarischen Projekten hat er auch ein Lehrbuch über Pandeiro geschrieben. Mehr Info: https://poetajoao.com/
Anais Pasanau Miró, Klarinettistin mit klassischem Hintergrund, als Kammermusikerin schon immer aktiv und offen für verschiedene Projekte, gründete sie das Klarinetten- und Streichquartett Vilart Ensemble in Spanien und das brasilianische Musiktrio Mondo Chôro in Deutschland. Sie lebt seit 2018 in Köln, konzertiert regelmäßig mit ihren eigenen Projekten sowie mit der Klassischen Philharmonie Bonn und dem Folkwang Kammerorchester. Mehr Info: https://anaispasanaumiro.de/
13:30-15:30 Uhr: Bandão-Probe
15:30-17 Uhr: Workshop zu Improvisation / Komposition mit Floor Polder
17 Uhr: Konzert mit dem Duo Batucalina
„Batucalina“ setzt sich aus dem portugiesischen Verb „batucar“, das so viel wie „trommeln“ bedeutet, und aus den letzten beiden Silben von Violine – im Femininum – zusammen. Durch die exotische Kombination aus Violine und Percussion entsteht ein einzigartiges Klangerlebnis, reich an Farben und Rhythmen.
Priscila Baggio Simeoni (Violine)
Cris Gavazzoni (Percussion)
Mehr Info: https://www.batucalina.de/
19 Uhr: Konzert mit Mondo Chôro
Das Quartett Mondo Chôro,bestehend aus dem deutschen Carl Zinsius, Percussion, der Spanierin Anais Pasanau Miró an der Klarinette, und den Brasilianern Flávio Nunes an der 7saitigen Gitarre und Henrique Gomide am Klavier, interpretiert mit seinen Hintergründen aus Jazz, klassischer Musik und zeitgenössische Choros auf eigene und frische Art und schafft eine einzigartige Interaktion und Kommunikation mit dem Publikum. Mondo Chôro erhielt im Frühjahr 2025 den Jazz Slam Preis Philharmonie Essen.
Anais Pasanau Miró (Klarinette)
Henrique Gomide (Klavier)
Flávio Nunes (Gitarre)
Carl Zinsius (Percussion)
Mehr Info: https://mondochoro.de
SONNTAG, 22. Februar
9-10:30 Uhr: Bandão-Probe
10:30-12 Uhr: Workshop zu Improvisation / Komposition mit Floor Polder
12 Uhr: Mittagskonzert mit Bavaschôro
Die Band Bavaschôro bringt den Choro auf bayerischen Boden. Knallharte Landungen mit komischen bayerischen Texten und Zitaten, in bekannte brasilianische Choros eingeflochten, führen zusammen mit ihren Choro-untypischen Instrumenten wie Waldhorn, portugiesische Gitarre, Flügelhorn und Tuba zum typischen Klang dieser Band.
Henrique de Miranda Rebouças (7saitige Gitarre)
Ludwig Himpsl (Waldhorn, Tuba, Percussion/Pandeiro)
Xaver Himpsl (Trompete, Flügelhorn)
Luís Maria Hölzl (portugiesische Gitarre, Cavaquinho, Violine)
Mehr Info: https://bavaschoro.de/
13:30 Uhr: Bandão-Vorstellung, anschließend Roda de Choro
Alle Mitmusiker*innen zeigen, was für ein wunderbarer Klang in drei Tagen aus einer großen Gruppe an unterschiedlichen Musiker*innen entsteht: Der Sound des Bandão!
Gefolgt wird die Präsentation von einer weiteren mitreißenden Roda de Choro.
Dazu gibt es auch brasilianische Spezialitäten, gekocht von Pretalee e suas delícias.
17 Uhr: Abschlusskonzert mit dem Chor Cantares
Cantares ist ein bunt gemischter Chor aus vielen Menschen, die die brasilianische Musik lieben und vom Klang der portugiesischen Sprache begeistert sind. Unter der Leitung von Lilian Zamorano interpretiert der Chor vor allem das Repertoire der Música Popular Brasileira (MPB). Von Samba über Bossa Nova bis Forró werden besondere Arrangements mit raffinierten Harmonien und Rhythmen umgesetzt. Dabei nutzt der Chor neben seinem A-Capella-Gesang auch Body Percussion und begleitende Musiker. Im Mai 2025 feierte Cantares sein 30jähriges Bestehen mit einem großen Konzert im Gasteig HP8.
Mehr Info: https://cantares.de/
Der Choro ist der ältere Bruder des Samba und wird nicht nur in ganz Brasilien gespielt und gefeiert, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt. Er verlangt große Virtuosität an den für ihn typischen Instrumenten und der Perkussion und verbindet auf harmonische Weise die Wurzeln gelehrter Musik mit Populärmusik.
Mit dem Festival de Chôro 2025 wird München zum vierten Mal zur europäischen Hauptstadt des Choro: Im Kulturzentrum LUISE werden Konzerte, Vorträge, Workshops für Jung und Alt sowie Rodas de Choro und brasilianisches Essen geboten sein.
Festival-Kalender
FREITAG, 7. MÄRZ
12-14 Uhr: Bandão-Probe (Choro-Orchester) mit Sérgio Albach
Sérgio Albach ist Klarinettist, Arrangeur, Komponist, Dirigent und Kurator. 2002 übernahm er die künstlerische Leitung des Blasorchesters von Curitiba (Orquestra à Base de Sopro de Curitiba). Als Choro-Forscher rief er die Projekte „Choro no Sebo“, „No TUC tem Choro“ und 2001 die „Roda de Choro do Conservatório de MPB“ ins Leben, die noch heute besteht. Als Klarinettist veröffentlichte er 2010 seine erste Solo-CD Clarineteando. Zusammen mit Glauco Sölter und Vina Lacerda ist er Teil des Mano a Mano Trio, einer Gruppe, die in Brasilien, Lateinamerika und Europa auf Tournee war. Von 2002 bis 2015 war er Kurator des Workshops für brasilianische Popularmusik in Curitiba. 2023 veröffentlichte Sérgio Albach Clarone no Choro 2.
14:30-17:30 Uhr: Masterclasses mit Lucas Telles (Gitarre und Harmonie-Instrumente), Abel Borges (Perkussion und Pandeiro)und Marcio Schuster (Melodie-Instrumente)
Lucas Telles ist einer der bekanntesten Namen in der Musikszene von Minas Gerais, mit einer Karriere, die Komposition, Gitarrenspiel, Musikproduktion und Bildung umfasst. Als Professor im Fachbereich Gesang und Instrumente unterrichtet er und bietet Kurse wie Musikproduktion, Aufnahme- und Ensemblepraxis an. Außerdem leitet er das Choro-Orchester der UFMG (Bundesuniversität von Minas Gerais). Für seine innovative und vielbeachtete Arbeit wurde er mehrfach ausgezeichnet. Als Komponist veröffentlichte er 2019 sein Debüt-Soloalbum Outono und 2021 die Single „Modinha do Adeus“. Lucas tritt regelmäßig bei internationalen Festivals und Veranstaltungen auf und stand mit Ikonen der brasilianischen Instrumentalmusik auf der Bühne.
Abel Borges, Perkussionist, Komponist, Gitarrist und Arrangeur, lernte bereits als Kind Musiktheorie und Klavier an der Staatlichen Universität von Minas Gerais (UEMG) und lernte als Jugendlicher am Centro de Formação Artística do Palácio das Artes Musiktheorie und -praxis. Er studierte bei dem kubanischen Meister Santiago Heiter und machte einen Bachelor in Popularmusik an der Bundesuniversität von Minas Gerais. 2021 veröffentlichte er sein erstes Album, Alafiá, mit indigenen, afrikanischen und lateinamerikanischen Bezügen, die zu seinem Hintergrund gehören. Er wirkte als Perkussionist am Album Mais Samba mit und ist Mitglied der preisgekrönten Gruppe Toca de Tatu. Außerdem baut und restauriert er Gitarren.
Marcio Schuster ist Musiker, Multi-Instrumentalist, Komponist und Arrangeur, Musikproduzent und Unternehmer mit einem Master-Abschluss in Saxophon von der renommierten Hochschule für Musik und Theater München. Marcio verfügt über umfangreiche Erfahrung als Solist und Mitglied verschiedener Musikformationen in Brasilien und Deutschland. Der Komponist Nikolai Brücher widmete ihm das Konzert für Saxophon, Streichorchester und Percussion. Er ist an Projekten und Formationen wie Bavaschôro, Marcio Schuster Trio, Electroreeds und Black Shoes beteiligt, mit Auftritten auf internationalen Bühnen. 2015 veröffentlichte er das Album PraQuem mit dem Marcio Schuster Trio.
18 Uhr: Eröffnungskonzert mit Sérgio Albach gefolgt von einer Roda de Choro
Der talentierte Klarinettenvirtuose Sérgio Albach wird ein Konzert konzipieren, das die einzelnen Facetten der Choro-Musik beleuchtet und gegenüberstellt. Sérgio zeigt die feine Balance zwischen Melodie, Kontrapunkt, harmonische Begleitung und Perkussion. Dazu lädt er ausgewählte Musiker*innen ein.
SAMSTAG, 8. MÄRZ
9-12 Uhr: Masterclasses mit Lucas Telles (Gitarre und Harmonie-Instrumente), Abel Borges (Perkussion und Pandeiro)und Marcio Schuster (Melodie-Instrumente)
13:30-15:30 Uhr: Bandão-Probe mit Sérgio Albach
13:30 Uhr: Bodypercussion-Kurs für Kinder ab 7 Jahren mit Ludwig Himpsl
Ludwig Himpsl zeigt den Kindern spielerisch den Einstieg in die weite Welt der Rhythmik.
Ludwig Maximilian Himpsl, Musiker und Multiinstrumentalist, ist als freiberuflicher Musiker tätig. 2013 schloss er sein Studium im Fach Waldhorn mit Diplom an der Musikhochschule Würzburg ab. Außerdem erhielt er Unterricht in Schlaginstrumenten verschiedener Herkunft von renommierten Lehrern wie Glen Velez, Zohar Fresco, Aleix Tobias und Misirli Ahmet. Seit einem Jahrzehnt unterrichtet er als Rhythmiklehrer an der Bodeschule München. Für seine künstlerischen Leistungen wurde er mit einem Musikstipendium der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Derzeit engagiert er sich am Residenztheater München im Rahmen des Stücks „Sternstunden der Menschheit“.
15:30-17 Uhr: Kompositions- und Improvisationselemente im Choro – Workshop mit Lucas Ladeia und Luísa Mitre
Struktur und Komposition des Choro und die Besonderheit harmonischer Kadenzen.
Lucas Ladeia ist Komponist und Arrangeur und spielt Cavaquinho mit den Gruppen Assanhado Quarteto und Toca de Tatu, mit denen er bisher sieben internationale Tourneen absolviert hat. 2022 veröffentlichte er sein erstes Soloalbum: Cavaquinho em Todos os Tons, Vol. 1 und 2. Er trat auf wichtigen internationalen Festivals auf und hat mit bedeutenden Namen der brasilianischen Musik auf der Bühne gestanden und Aufnahmen gemacht. Auf seinem YouTube-Kanal stellt er eigene Stücke und Arrangements für Cavaquinho vor. Neben seiner künstlerischen und pädagogischen Tätigkeit arbeitet er derzeit an seiner Doktorarbeit an der UFMG (Bundesuniversität von Minas Gerais) über die musikalische Performance des brasilianischen Cavaquinho.
Luísa Mitre ist Pianistin und Komponistin. Sie unterrichtet Klavier und Popularmusik an der Universität São João Del-Rei. Sie machte einen Bachelor-Abschluss in Klavier und Popularmusik und einen Master-Abschluss in Musikalischer Darbietung an der UFMG (Bundesuniversität von Minas Gerais). Sie arbeitet mit verschiedenen Künstlern bei Konzerten und Aufnahmen zusammen und tritt mit ihren Projekten im Bereich der brasilianischen Instrumentalmusik auf. 2018 veröffentlichte sie das Album Oferenda, 2021 mit dem Duo Mitre (zusammen mit ihrer Schwester Natália Mitre) das Album Seiva. Außerdem spielt sie bei der Gruppe Toca de Tatu, mit der sie bislang drei CDs veröffentlicht hat und im Ausland auf Tournee war.
17 Uhr: Konzert mit Caiana Duo
João Araújo (Pandeiro) und Abdallah Harati (7saitige Gitarre) bilden den Kern der Choro-Musik in München. Sie leben die brasilianische Musik-Tradition mit jeder Pore und veranstalten als leidenschaftliche Choro-Musiker die „Roda de Choro de Munique“. Caiana Duo ist stets als unermüdlicher Botschafter für den Choro unterwegs.
19 Uhr: Konzert mit Toca de Tatu aus Belo Horizonte
Toca de Tatu haben einen einzigartigen Klang, der die brasilianische Musiktradition respektiert und gleichzeitig einen innovativen Geist atmet. Die vier Ausnahmemusiker*innen öffnen den Choro für die Welt des Jazz. In ihren Arrangements verfeinern sie eigene und die Stücke anerkannter Komponisten und bewegen sich dabei durch verschiedene Bereiche der brasilianischen Instrumentalmusik, vom typischen Schwung und der Phrasierung des Choro (Vorläufer des Samba) über die improvisatorische Freiheit des Jazz bis hin zum kammermusikalischen Ansatz der Konzertmusik. Die Gruppe hat drei Alben veröffentlicht: Meu amigo Radamés (2013), Afinidade (2017) und Toca de Tatu (2021).
Mit:
Luísa Camargo Mitre de Oliveira (Klavier)
Abel Ferreira de Borges (Percussion)
Lucas Pimentel Telles (7Saitige Gitarre)
Lucas Ladeia Ribeiro (Cavaquinho)
SONNTAG, 9. MÄRZ
9:30-11 Uhr: Bandão-Probe mit Sérgio Albach
11-12:30 Uhr: Kompositions- und Improvisationselemente im Choro – Workshop mit Lucas Ladeia und Luísa Mitre
Rhythmische und melodische Variationen im Choro und praktische Übungen für die Improvisation.
11:30 Uhr: Kinderkonzert mit Flávio Nunes (7saitige Gitarre), Monique Rocha (Gesang)und Eudinho Soares (Cavaquinho)
Die drei brasilianischen Musiker*innen führen alle Kinder und die, die die es immer bleiben wollten, in die Welt der brasilianischen Musik ein. Was können eine 7saitige Gitarre, ein fünfsaitiges Cavaquinho und eine Stimme hervorzaubern und erzählen? Das erfahrt Ihr in diesem Konzert. Kinder bis 12 Jahre zahlen keinen Eintritt, dürfen aber ihre zahlenden Eltern mitbringen.
Eudinho Soares ist brasilianischer Cavaquinho-Spieler, Gitarrist, Komponist und Bandleader. Er studierte Musik an der Universidade Estadual do Ceará in Fortaleza und an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin. Im Laufe seiner Karriere trat er auf renommierten Musikfestivals auf und wirkte bei zahlreichen Aufnahmen und Theaterstücken mit. Flávio Nunes vereint Samba de Raiz, Choro, MPB, Forró, Bossa Nova bis hin zum Blues, Reggae und Jazz Manouche mit virtuoser Präzision und Leidenschaft. Für das Festival de Chôro München hat er die aus Rio de Janeiro stammende Sängerin Monique Rocha eingeladen, die mit ihm die Leidenschaft für Samba, Bossa Nova und brasilianische Balladen teilt.
13:30 Uhr: Bandão-Vorstellung mit anschließender Roda de Choro
Alle Mitmusiker*innen zeigen, was für ein wunderbarer Klang in drei Tagen aus einer großen Gruppe an unterschiedlichen Musiker*innen entsteht: Der Sound des Bandão! Gefolgt wird die Präsentation von einer weiteren mitreißenden Roda de Choro. Dazu gibt es auch Feijoada.
16 Uhr: Vortrag und Gespräch zu Literatur und Choro oder: machetes, Polkas und frustrierte Kompositionen mit Luísa Costa Hölzl
Auch in dieser literarischen Begegnung würdigen wir den Choro, eine Musik von enormer Vielfalt, mit afrikanischen und europäischen Wurzeln, eine faszinierende Symbiose, die den Interpreten große Virtuosität abverlangt.
Luísa Costa Hölzl, Literaturwissenschaftlerin und begeisterte Leserin von Machado de Assis (1839-1908), wird drei Kurzgeschichten dieses Schriftstellers vorstellen, die in Rio de Janeiro zur Zeit des Kaiserreichs spielen und die Musik thematisieren. Ein kultiviertes Bürgertum bemühte sich sehr um klassische Musik, zugleich liebte das Publikum jene Genres, die afro-brasilianische Wurzeln beibehielten oder neu entdeckten, was nicht konfliktlos war.
18 Uhr: Konzert mit Bavaschôro feat. Dandara Modesto
Bavaschôros außergewöhnlicher Sound berühmter brasilianischer Choros mit Texten und Zitaten bayerischer Stücke trifft auf die einzigartige Stimme und strahlende Präsenz von Dandara Modesto. Wundervolle Arrangements mit Waldhorn, portugiesischer Gitarre, Flügelhorn und Tuba bewegen sich zwischen Jazzharmonien, bayerischer Gemütlichkeit und melodischen Gesangsparts.
Mit:
Dandara Modesto (Gesang)
Henrique de Miranda Rebouças (7-Saitige Gitarre)
Ludwig Himpsl (Waldhorn, Tuba, Percussion/Pandeiro)
Xaver Himpsl (Trompete, Flügelhorn)
Luís Maria Hölzl (portugiesische Gitarre, Cavaquinho, Violine)