FADO SUL interpretieren den Fado in der klassischen Besetzung: Die silbrig glitzernden Melodielinien der Guitarra Portuguesa Luís Maria Hölzls umspielen in immer neuen, virtuosen Wendungen den dunkel volltönenden Sopran von Daniela Bauer. Der brasilianische Wahlmünchner Henrique Miranda de Rebouças verleiht an der klassischen Gitarre dieser intimen Zwiesprache ihr harmonisches und rhythmisches Fundament.

Ihr neues Programm „Amália“ ist eine Verbeugung vor der größten Fadosängerin der Geschichte, Amália Rodrigues. Im Laufe ihrer unvergleichlichen Karriere erweiterte Amália das Repertoire der traditionellen Fados durch speziell für sie geschriebene Neukompositionen, die heute noch zu den populärsten und musikalisch anspruchsvollsten zählen sowie durch Einbeziehung spanisch-südamerikanischer Coplas und brasilianischer Chorinhos. Ihrem Beispiel folgend präsentieren FADO SUL auf ihre eigene Weise einen Konzertabend, der die ganze emotionale Bandbreite der Saudade ergründet, vom Schmerz der Trennung bis zur Freude an der Sehnsucht.

Gegründet während des Musikstudiums, ermöglicht die profunde klassische Ausbildung der Musiker von FADO SUL einen individuellen Zugang zur Welt des Fados. Ein Höhepunkt waren im Herbst 2014 die Auftritte von Daniela Bauer und Luís Hölzl mit Matilde Cid und Manuel Marçal in der „Casa da Mariquinhas“, einem der berühmtesten Fadolokale Lissabons.

Presse: „Vitale Traurigkeit“ – Konzertkritik von der SZ

Mit: Daniela Bauer, Sopran
Luís Maria Hölzl, Guitarra portuguesa
Henrique Miranda de Rebouças, klassische Gitarre

Eintritt: 5€
Karten nur an der Abendkasse

Köşk                  
Schrenkstraße 8
80339 München
Mail koesk@kjr-m.de
www.koesk-muenchen.de

Website Fado Sul
Facebook Fado Sul

Weitere Termine: Donnerstag, 22. Juni 2017, 19:30 Uhr im Café Freiraum Café Freiraum in Münsing Reservierung: info@freiraum-muensing.de

Eine Veranstaltung in Kooperation mit LUSOFONIA e.V..

Bayerisch-brasilianischer Chôro

Luftig-leichte Kleidung, ein federnder Gang, Virtuosität und jede Menge guter Laune: Die fünf Musiker der Münchner Band Bavaschôro wissen, wie man in Brasilien leibt und lebt. An sonnigen Sommertagen verwandeln sie kleine Straßen und Cafés (wie das winzige Café Henry in der Au) in ein Fleckchen Rio de Janeiro, wenn sie ihre Instrumente aus den Koffern holen und brasilianische Chôromusik nach Bayern bringen. Nun stellen sie ihr Debütalbum vor, das 2016 erschienen ist.

Bavaschôro sind fünf Jungs – alle professionelle Musiker – die ausgehend von unterschiedlichen Genres und Musiktraditionen zum Chôro gekommen sind: Der Gitarrist Henrique de Miranda Rebouças und der Saxophonist und Komponist Marcio Schuster sind gebürtige Brasilianer. Die Brüder Ludwig (Percussion, Horn und Tuba) und Xaver Himpsl (Flügelhorn), beide Mitglieder der „Unterbiberger Hofmusik“, erweitern das klassische Chôro-Repertoire um Einflüsse der bayerischen Volksmusik und des Jazz. Gitarrist Luís Maria Hölzl – halb Portugiese, halb Bayer – ergänzt die Gruppe mit portugiesischer Gitarre und Interpretationen aus dem klassischen südamerikanischen Gitarrenrepertoire.

www.bavaschoro.de
Video Trem das Onze / Sbahn um Eins

Kern von „deserto habitado“ (bewohnte Wüste) sind Texte und Gedichte des portugiesischen Lyrikers und Schriftstellers Al Berto und seines deutschen Schriftstellerkollegen Christoph Klimke. Als Wechselspiel von Text und Bewegung eröffnet „deserto habitado“ im Kellergewölbe des Einstein den poetischen Raum zwischen den Worten und der Bewegung. Zu beobachten sind die unterschiedlichen Modulationen und Resonanzen der jeweiligen Erzählebene in Abhängigkeit zu ihrer medialen Nachbarschaft. Die Partitur der zwei Abende unterscheidet sich in der Besetzung sowie der Montage ihrer Elemente.

Gedichte und Texte von Al Berto und Christoph Klimke gelesen von: Ilse Ritter (Sa), Christoph Klimke (Sa + So), Gabriele Graf (So), Luísa Costa Hölzl (So), Mario Lopes (So)

Tänzer: Wolfgang Cerny, Gonçalo Cruzinha, Michal Heriban

Konzept / Choreografie: Micha Purucker
Sound: Robert Merdžo
Licht: Michael Kunitsch
Werkstatt: Manuela Müller

Micha Purucker arbeitet seit 30 Jahren als freier Choreograf, Tänzer, Bewegungstrainer und -Coach. Homebase und Arbeitsschwerpunkt ist München.

„serious interludes“ als Reihe versammelt unterschiedliche szenische Skizzen und Perspektiven an unterschiedlichen Orten zu unterschiedlichen Zeitpunkten in unterschiedlicher Besetzung. Es geht um das Periphere, Namenlose, Unabgeschlossene, um Unschärfen und Intermedialität.

Mehr: www.interzone-hotspot.org

Eine Veranstaltung mit Unterstützung des Kulturreferats der LH München. Micha Purucker ist Mitglied der Tanztendenz München.

Übersetzt heißt Melech Mechaya eigentlich „die Party-Könige“ und diesem Namen wird die Band, die sich 2006 in Lissabon gegründet hat, mehr als gerecht. Mit seiner einzigartigen  Bühnenpräsenz präsentiert das quirlige Quintett Klezmermusik gemischt mit portugiesischem Fado, bei der ausgelassenes Feiern und Tanzen ganz im Mittelpunkt stehen. Wenn alte osteuropäische Melodien mit Fado und ein wenig Flamenco gemixt werden, hält es keinen mehr auf seinem Stuhl.

Besetzung: Miguel Veríssimo – Klarinette, João da Graça – Violine, André Santos – Gitarre, João Novais – Kontrabass, Francisco Caiado – Schlagzeug
www.melechmechaya.com

Das Konzert findet im Rahmen der 29. Jüdischen Kulturtage München statt.

Eintritt 18 € zzgl. VVK-Gebühr

Black Box, Gasteig
Rosenheimerstr. 5
www.gasteig.de

Karten: Literaturhandlung im Jüdischen Museum, Telefon 089/23 23 07 60 (ohne Vorverkaufsgebühr) und alle Vorverkaufsstellen wie München Ticket, Telefon 089/54 81 81 81 oder www.muenchenticket.de

Eine Veranstaltung der Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e.V., München
In Kooperation mit Lusofonia e. V.

Manuel Jorge Marmelo: Eine tausendmal wiederholte Lüge
Aus dem Portugiesischen von Michael Kegler
(A1 Verlag 2015)

Ein 36jähriger Frühpensionist aus Porto hat keine Lust, ein Buch zu schreiben, trotzdem möchte er als Schriftsteller und öffentliche Person Anerkennung und Berühmtheit erlangen. So entschließt er sich, ein Buch aus fremden Texten zusammenzustellen, es mit einem vielversprechenden Titel zu versehen und immer bei sich zu führen. In den öffentlichen Verkehrsmitteln spricht er Fremde an, macht sie auf sein 1200 Seiten dickes Buch aufmerksam, erzählt an den Haaren herbeigezogene Geschichten oder liest daraus vor.

Marmelo treibt, in Anlehnung an große Namen wie Borges, Pessoa oder Calvino, seine Spielchen mit der Fiktion… Und doch ist es ein ernstes Spiel, denn Oscar Schidinski, der vermeintliche Autor des erfundenen Buches „Eroberte Stadt“, ein aus Ungarn stammender Jude, versammelt in und um sich die schlimmsten Untaten des 20. Jahrhunderts, Erlebnisse von Terror, Flucht und Heimatlosigkeit. Zugleich vertreibt der Erzähler seinen Mitreisenden im Stadtbus die Zeit mit Begebenheiten, die ihr langweiliges Leben zwar erheitern, aber auch aufrütteln sollen. Seine Figur erinnert an die Märchenerzähler und Marktschreier, die einst ihre Geschichten verkauften und deren Fabulierkunst Menschen von ihrem beschwerlichen Alltag befreite. Es bleibt offen, ob die Literatur es vermag, auch die Menschen von Heute aus ihrer abgestumpften Lethargie zu befreien, jedenfalls gelingt es diesem Roman, uns mit einem Balanceakt zwischen Wahrheit und Lüge sehr geschickt in labyrinthische fiktive Welten zu entführen.

Manuel Jorge Marmelo, geboren 1971 in Porto, schreibt, seit er kaum volljährig bei der portugiesischen Tageszeitung „Público“ anheuerte. 1997 erschien seine erste Novelle, 1999 sein erster Roman. Seitdem veröffentlichte er fast zwei Dutzend Romane, Erzählbände, Theaterstücke und Kinderbücher. Für Eine tausendmal wiederholte Lüge wurde er im Februar 2014 mit dem portugiesischen Literaturpreis „Correntes d´Escritas/ Casino da Póvoa“ ausgezeichnet. Nachdem er 2012 die Stelle als Journalist verlor und arbeitslos wurde, schrieb er den Roman O tempo morto é um bom lugar (Die tote Zeit ist ein guter Ort“). Seit einem Jahr arbeitet er wieder,  als Pressesprecher der Gemeinde Matosinhos. Marmelo lebt in Porto.

Der Übersetzer und Moderator Michael Kegler wurde 1967 in Gießen geboren und hat einen Teil seiner Kindheit in Liberia und Brasilien verbracht. Er arbeitete als Buchhändler und Journalist und übersetzt seit Ende der neunziger Jahre aus dem Portugiesischen, u. a. José Eduardo Agualusa, João Paulo Cuenca und Luiz Ruffato. 2014 wurde er mit dem Straelener Übersetzerpreis der Kunststiftung NRW ausgezeichnet.

Künstlerbeitrag: 10€ / 8€

IG – InitiativGruppe e.V., Karlstraße 48 Hinterhaus (Eingang neben Tengelmann)
www.initiativgruppe.de

Reservierung: info@lusofonia-muenchen.de

Eine Veranstaltung von LUSOFONIA e.V., gefördert vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München und mit freundlicher Unterstützung des A1 Verlags

Kulturreferat LH München