Programm

„Eine Frage der Freiheit“ – Erzählungen aus Guinea-Bissau

Donnerstag, 26. März 2026, 19 Uhr

Die Anthologie Der Pitangabaum der Nachbarin gibt Einblicke in das Land Guinea-Bissau und seine Literatur. Das kleine, multiethnische Land an der westafrikanischen Küste, ehemals portugiesische Kolonie, entfaltet sich in dieser Sammlung durch fünf literarische Stimmen in seiner kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt.

Renate Heß, Herausgeberin und eine der Übersetzer*innen, stellt die zwölf Erzählungen vor, moderiert von Luísa Costa Hölzl.

Die Stimmen, die sich zu meiner gesellen, sind vielfältig und behaupten sich oft, von Akzent zu Akzent, von Aussprache zu Aussprache, von Dialekt zu Dialekt als eigenständiges Leben. (Waldir Araújo)

In der Anthologie Der Pitangabaum der Nachbarin wird die Frage der Freiheit durch fünf literarische Stimmen vielfältig durchleuchtet und verhandelt. So findet beispielsweise der Protagonist der anzitierten Erzählung von Waldir Araújo im Zustand des Verrücktseins seine Freiheit wieder. Neben Waldir Araújo stehen hier außerdem die Autor*innen Amadú Dafé, Edson Incopté, Claudiany Pereira und Marinho de Pina exemplarisch für die literarische Vielstimmigkeit Guinea-Bissaus. Sie bewegen sich zwischen mehreren Kontinenten, pflegen internationale Kontakte und sind in literarischen, akademischen und politischen Kontexten aktiv, sowohl vor Ort als auch in der Diaspora. Ihre Romane, Erzählungen, Gedichte und Kinderbücher wurden vielfach ausgezeichnet.  

Renate Heß, Herausgeberin und eine der Übersetzer*innen, stellt die zwölf Erzählungen vor, die im Verlag Noack & Block erschienen sind. Der Sammelband erschien 2019 im Original unter dem Titel Fora de Jogo (Abseits) im Verlag Ku Si Mon in Bissau und wurde von den Übersetzer*innen vor Ort beinahe zufällig entdeckt. Zum ersten Mal kann das deutsche Publikum darin einen Einblick in eine für die meisten sicherlich unbekannte Weltgegend gewinnen. Die Themen kreisen um Familiengeschichten, um Träume und frustrierte Lebenspläne, Tradition und Entwurzelung, Ungerechtigkeiten und Freiheitskämpfe.

Renate Heß studierte Germanistik, Geschichte und Politikwissenschaft an der Universität Heidelberg. Von 1983 bis 1988 war sie DAAD-Lektorin in Portugal. Seitdem veröffentlicht sie Aufsätze und Radiobeiträge zu portugiesischsprachiger Literatur und übersetzt aus dem Portugiesischen, zuletzt u.a. aus Guinea-Bissau Werke von Abdulai Sila wie das Theaterstück Zwei Schüsse und ein Lachen (2021) oder die Erzählung Die Tage von Kubukaré (2023).

Moderation: Luísa Costa Hölzl

Ort: Stadtbibliothek Neuhausen
Nymphenburger Str. 171b
80634 München

Eintritt frei

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Neuhausen in Kooperation mit Lusofonia e.V.

„Wir haben noch viel Vergangenheit vor uns“ – die portugiesischsprachige Welt und ihre Literatur

Donnerstag, 12. März 2026, 19 Uhr

Welche Bücher auf Portugiesisch schreibender Autorinnen und Autoren sind in letzter Zeit auf Deutsch erschienen? Welche Namen sollten wir neben den bekannteren wie Mia Couto oder Clarice Lispector kennen? Gibt es neue Bewegungen in der lusophonen Sprachkultur? Und wie drückt sich das koloniale Erbe darin aus?

Luísa Costa Hölzl und Wanda Jakob stellen Werke von bekannten wie von neuen Stimmen und die eine oder andere Wiederentdeckung vor.

Bedenken wir, dass weltweit über 240 Millionen Menschen Portugiesisch sprechen, und das in einem guten Dutzend Ländern auf vier Kontinenten, können wir erahnen, wie reich und vielfältig die Literaturen der portugiesischsprachigen Welt sind. Auf Anhieb fallen die Namen bedeutender VertreterInnen wie Fernando Pessoa, Clarice Lispector, José Saramago oder Mia Couto. Aber gibt es nicht noch andere AutorInnen zu entdecken? Welche Bücher auf Portugiesisch schreibender AutorInnen sind zuletzt auf Deutsch erschienen? Und wie drückt sich das koloniale Erbe in den lusophonen Literaturen aus?

Luísa Costa Hölzl und Wanda Jakob stellen ins Deutsche übersetzte Werke von bekannten wie von neuen Stimmen und die eine oder andere Wiederentdeckung vor. Die maßgebliche Rolle der ÜbersetzerInnen als VermittlerInnen und KulturarbeiterInnen leuchten sie dabei ebenso aus wie die Arbeit von Kulturvereinen wie Lusofonia e.V., die sich der Verbreitung der portugiesischsprachigen Kulturen verschrieben haben.

Ort: Bibliothek des Literaturhauses München
Salvatorplatz 1
80333 München

U4/U5 Odeonsplatz

Eintritt: 12 € / ermäßigt 9 €
Karten gibt es hier

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Münchner Übersetzer-Forum e.V. und der Stiftung Literaturhaus.

 

Festival de Chôro München 2026

Freitag, 20. Februar, bis Sonntag, 22. Februar 2026

Mit dem Festival de Chôro 2026 wird München zum fünften Mal zur europäischen Hauptstadt des brasilianischen Musikstils Choro: Im Kulturzentrum LUISE werden Konzerte, Vorträge, Workshops für Jung und Alt* sowie Rodas de Choro und brasilianisches Essen geboten sein.
*Aktive Workshopteilnehmende sollten ein Instrument beherrschen.

Der Choro ist der ältere Bruder des Samba und wird nicht nur in ganz Brasilien gespielt und gefeiert, sondern auch in vielen anderen Teilen der Welt. Er verlangt große Virtuosität an den für ihn typischen Instrumenten und der Perkussion und bringt auf harmonische Weise Laien und professionelle Musiker*innen zusammen.

Mit dem Festival de Chôro 2026 wird München zum fünften Mal zur europäischen Hauptstadt des Choro: Im Kulturzentrum LUISE werden Konzerte, Workshops für Jung und Alt sowie Rodas de Choro (eine Art Choro Jam-Session) und brasilianisches Essen geboten sein.

Diese Musik und Kultur des Choro wollen wir sowohl mit Künstlerinnen und Künstlern aus Brasilien als auch mit hiesigen Choro-Talenten feiern. Kuratoren des Festivals sind Marcio Schuster und Luís Maria Hölzl, beide Künstler, der eine Brasilianer, der andere Deutsch-Portugiese, aus München.

Festival-Kalender

FREITAG, 20. FEBRUAR

14-16:30 Uhr: Bandão-Probe (Choro-Orchester) mit Elizabeth Fadel

Elizabeth Fadel, aus Curitiba, Brasilien, klassische Pianistin, Cembalistin und Komponistin, Multi-Instrumentalistin, Musiktherapeutin, zeichnet sich auch durch ihre Darbietungen von Tango, Rock, brasilianischer und lateinamerikanischer Musik aus. Sie lebt seit einigen Jahren in den Niederlanden, unterrichtet, tourt und nimmt Alben in Europa und Brasilien auf. Mehr Info: https://elizabethfadel.com/bio-en

16:30-17:30 Uhr: Roda de Choro: „Was ist das?“ mit Flávio Nunes

Flávio Nunes, aus São Paulo stammender Musiker, vereint an der 7saitigen Gitarre und am Cavaquinho Samba de Raiz, Choro, MPB, Forró, Bossa Nova bis hin zum Blues, Reggae und Jazz Manouche mit virtuoser Präzision und Leidenschaft. Seit mehr als 25 Jahren gibt Flávio seine Erfahrung und Begeisterung an Schüler weiter und begleitet Kinder wie Erwachsene mit individuell gestaltetem Unterricht auf ihrem musikalischen Weg. Mehr Info: https://de.flavionunes.com/

18 Uhr: Eröffnungskonzert Casa das Flores mit Elizabeth Fadel und Floor Polder gefolgt von einer Roda de Choro

Floor Polder (Flöte) und Elizabeth Fadel (Klavier und Akkordeon) bilden ein Duo, das das Publikum auf eine musikalische Reise mitnimmt, auf der brasilianische Klänge, Jazzimprovisationen und klassische Einflüsse mühelos miteinander verschmelzen. Der Titel ihrer EP, Casa das Flores, bezieht sich auf das Haus in Rotterdam, wo sie zusammenlebten. Dieses Haus, besucht von vielen brasilianischen Musiker*innen und Freund*innen, wurde zum pulsierenden Zentrum zahlreicher Jam-Sessions und musikalischer Begegnungen und inspirierte die zwei Musikerinnen zu ihrem einzigartigen Sound: lebhaft, spontan und voller Leidenschaft.

Floor Polder, Flötistin und Komponistin, ursprünglich aus Den Haag, verbrachte über fünf Jahre in Brasilien, wo sie eine tiefe Verbindung zur reichen Musikkultur des Landes entwickelte. Sie studierte Flöte in Rotterdam und erlangte einen Abschluss in lateinamerikanischer Musik. Mehr Info: https://floorpolder.com/

SAMSTAG, 21. Februar

9-12 Uhr: Workshops mit Flávio Nunes, 7saitige Gitarre, (Gitarre und Harmonie-Instrumente), João Araújo, Pandeiro, (Perkussion und Pandeiro), Anais Pasanau Miró, Melodie-Instrumente

João Araújo, Komponist und Perkussionist, unermüdlicher Botschafter des Choro und des Pandeiro im Besonderen, bildet mit Abdallah Harati das Caiana Duo, Kern der Choro-Musik in München. Neben literarischen Projekten hat er auch ein Lehrbuch über Pandeiro geschrieben. Mehr Info: https://poetajoao.com/

Anais Pasanau Miró, Klarinettistin mit klassischem Hintergrund, als Kammermusikerin schon immer aktiv und offen für verschiedene Projekte, gründete sie das Klarinetten- und Streichquartett Vilart Ensemble in Spanien und das brasilianische Musiktrio Mondo Chôro in Deutschland. Sie lebt seit 2018 in Köln, konzertiert regelmäßig mit ihren eigenen Projekten sowie mit der Klassischen Philharmonie Bonn und dem Folkwang Kammerorchester. Mehr Info: https://anaispasanaumiro.de/

13:30-15:30 Uhr: Bandão-Probe

15:30-17 Uhr: Workshop zu Improvisation / Komposition mit Floor Polder

17 Uhr: Konzert mit dem Duo Batucalina

„Batucalina“ setzt sich aus dem portugiesischen Verb „batucar“, das so viel wie „trommeln“ bedeutet, und aus den letzten beiden Silben von Violine – im Femininum – zusammen. Durch die exotische Kombination aus Violine und Percussion entsteht ein einzigartiges Klangerlebnis, reich an Farben und Rhythmen.

Priscila Baggio Simeoni (Violine)
Cris Gavazzoni (Percussion)

Mehr Info: https://www.batucalina.de/

19 Uhr: Konzert mit Mondo Chôro

Das Quartett Mondo Chôro,bestehend aus dem deutschen Carl Zinsius, Percussion, der Spanierin Anais Pasanau Miró an der Klarinette, und den Brasilianern Flávio Nunes an der 7saitigen Gitarre und Henrique Gomide am Klavier, interpretiert mit seinen Hintergründen aus Jazz, klassischer Musik und zeitgenössische Choros auf eigene und frische Art und schafft eine einzigartige Interaktion und Kommunikation mit dem Publikum. Mondo Chôro erhielt im Frühjahr 2025 den Jazz Slam Preis Philharmonie Essen.

Anais Pasanau Miró (Klarinette)
Henrique Gomide (Klavier)
Flávio Nunes (Gitarre)
Carl Zinsius (Percussion)

Mehr Info: https://mondochoro.de

SONNTAG, 22. Februar

9-10:30 Uhr: Bandão-Probe

10:30-12 Uhr: Workshop zu Improvisation / Komposition mit Floor Polder

12 Uhr: Mittagskonzert mit Bavaschôro

Die Band Bavaschôro bringt den Choro auf bayerischen Boden. Knallharte Landungen mit komischen bayerischen Texten und Zitaten, in bekannte brasilianische Choros eingeflochten, führen zusammen mit ihren Choro-untypischen Instrumenten wie Waldhorn, portugiesische Gitarre, Flügelhorn und Tuba zum typischen Klang dieser Band.

Henrique de Miranda Rebouças (7saitige Gitarre)
Ludwig Himpsl (Waldhorn, Tuba, Percussion/Pandeiro)
Xaver Himpsl (Trompete, Flügelhorn)
Luís Maria Hölzl (portugiesische Gitarre, Cavaquinho, Violine)

Mehr Info: https://bavaschoro.de/

13:30 Uhr: Bandão-Vorstellung, anschließend Roda de Choro

Alle Mitmusiker*innen zeigen, was für ein wunderbarer Klang in drei Tagen aus einer großen Gruppe an unterschiedlichen Musiker*innen entsteht: Der Sound des Bandão!

Gefolgt wird die Präsentation von einer weiteren mitreißenden Roda de Choro.

Dazu gibt es auch brasilianische Spezialitäten, gekocht von Pretalee e suas delícias.

17 Uhr: Abschlusskonzert mit dem Chor Cantares

Cantares ist ein bunt gemischter Chor aus vielen Menschen, die die brasilianische Musik lieben und vom Klang der portugiesischen Sprache begeistert sind. Unter der Leitung von Lilian Zamorano interpretiert der Chor vor allem das Repertoire der Música Popular Brasileira (MPB). Von Samba über Bossa Nova bis Forró werden besondere Arrangements mit raffinierten Harmonien und Rhythmen umgesetzt. Dabei nutzt der Chor neben seinem A-Capella-Gesang auch Body Percussion und begleitende Musiker. Im Mai 2025 feierte Cantares sein 30jähriges Bestehen mit einem großen Konzert im Gasteig HP8.

Mehr Info: https://cantares.de/

Ort: Kulturzentrum LUISE
Ruppertstraße 5, U-Bahn Poccistraße

Tickets (Festivalticket, Tagestickests, Konzerttickets) gibt es hier
— Kinder unter 12 Jahren zahlen KEINEN Eintritt —

Partner und Unterstützer: Brasilianisches Generalkonsulat in München, DBKV, Kulturreferat der Landeshauptstadt München, Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München, Lusofonia e.V., RuppertBrasil, Supremo Rösterei

Programmverantwortung: Marcio Schuster, Luís Maria Hölzl

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Lyrik von Ana Luísa Amaral und Adília Lopes – ein Abend mit Eduardo Sterzi, Odile Kennel und Michael Kegler

Donnerstag, 18. September 2025, 19:00 Uhr

Die portugiesischen Dichterinnen Ana Luísa Amaral und Adília Lopes sind viel zu früh verstorben, ihre Gedichte hierzulande noch ein Geheimtipp. Beide arbeiteten sie nah an der Alltagssprache, mit einer Einfachheit, die zugleich gefährlich und trügerisch ist.

Lusofonia freut sich, Amaral und Lopes nun im Rahmen des Deutschen Lusitanistentags gemeinsam mit den beiden Übersetzer*innen Odile Kennel und Michael Kegler sowie dem brasilianischen Dichter und Literaturwissenschaftler Eduardo Sterzi im Lyrik Kabinett vorzustellen.

„Ich hätte gern ein Gedicht, das schwer atmet, // hemmungslos.“ (Ana Luísa Amaral)

„Die Dichterin ist die Putzkraft // sie räumt das Gedicht auf // wie sie das Haus aufräumt“ (Adília Lopes)

Die lyrischen Stimmen der beiden portugiesischen Dichterinnen Ana Luísa Amaral (1956-2022) und Adília Lopes (1960-2024) sollen an diesem Abend hörbar und lebendig werden: Ihre Übersetzer*innen, Odile Kennel und Michael Kegler, lesen aus ihren Gedichten und sprechen mit dem brasilianischen Dichter und Literaturwissenschaftler Eduardo Sterzi.

Das Gesamtwerk von Ana Luísa Amaral kam einige Monate vor ihrem Tod im Jahr 2022 unter dem Titel „O olhar diagonal das coisas“ (Die schräge Sicht der Dinge) heraus. Adília Lopes versammelte 2024 unter dem Titel „Dobra“ (Falte) ihre Gedichte von 1983 bis 2023. Beide Werke erschienen im renommierten Verlag Assírio&Alvim.

Die Poetinnen gehören nicht nur derselben Generation an, gemeinsam ist ihnen auch eine kritische Haltung gegenüber der männlich dominierten Kultur, die Auseinandersetzung mit literarischen und künstlerischen Traditionen und eine beinahe fröhliche Hinwendung zu den alltäglichen Dingen, welche zwischen bittersüß und bitterböse schwanken kann.

Lesung und Gespräch werden von Luísa Costa Hölzl eingeführt und moderiert.

Ana Luísa Amaral, geboren 1956 in Lissabon, wuchs in Porto auf, wo sie lebte und an der Universität eine Professur für englische und amerikanische Literatur innehatte. Sie war Pionierin für Geschlechterstudien, veröffentlichte viele Gedichtbände und Kinderbücher und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Auf Deutsch erschienen neben einzelnen Gedichten der Lyrikband „Was ist ein Name” (Hanser Edition Lyrik Kabinett, 2021), übersetzt von Michael Kegler und Piero Salabè. Ana Luísa Amaral starb 2022 in Porto.

Adília Lopes (Pseudonym für Maria José da Silva Viana Fidalgo de Oliveira) wurde 1960 in Lissabon geboren und starb dort am 30. Dezember 2024. Sie studierte portugiesische und französische Literatur- und Sprachwissenschaft an der Universität in Lissabon und debütierte 1985 mit ihrem ersten Gedichtband, dem zu Lebzeiten rund 40 weitere Publikationen folgten. Auf Deutsch erschien 2001 eine Auswahl unter dem Titel „Klub der toten Dichterin“. Einige ihrer Gedichte wurden von Odile Kennel ins Deutsche übertragen.

Odile Kennel, deutsch-französische Lyrikerin und Übersetzerin, schreibt auf Deutsch und Französisch und lädt gerne weitere Sprachen in ihr Schreiben ein. Sie übersetzt zeitgenössische Lyrik aus dem Französischen, Portugiesischen, Spanischen und Englischen ins Deutsche. 2022 wurde sie für ihre Lyrikübersetzungen mit dem Paul-Scheerbart-Preis ausgezeichnet. Ihr Gedichtband irgendetwas dazwischen (Verlagshaus Berlin 2023) erhielt den Dörlemann-Preis der Hotlist der Unabhängigen Verlage.

Michael Kegler wurde 1967 in Gießen geboren und hat einen Teil seiner Kindheit in Liberia und Brasilien verbracht. Er arbeitete als Buchhändler und Journalist und übersetzt seit Ende der Neunzigerjahre aus dem Portugiesischen. 2014 erhielt er den Straelener Übersetzerpreis und 2016, gemeinsam mit dem von ihm übersetzten brasilianischen Autor Luiz Ruffato, den Hermann Hesse-Preis der Stadt Calw. 

Eduardo Sterzi, geb. 1973 in Porto Alegre, Brasilien, ist Dichter, Journalist und Professor für Literaturtheorie an der Universidade Estadual de Campinas. Zu seinen Veröffentlichungen zählen u.a. die literaturwissenschaftlichen Werke Por que ler Dante (2008) und A prova dos nove: alguma poesia moderna e a tarefa da alegria (2008), sowie die Lyrikbände Prosa (2001), Aleijão (2009), Cavalo sopa martelo (2011), und Maus poemas (2016).

Luísa Costa Hölzl, geboren 1956 in Lissabon, lebt in München, wo sie sich für die Förderung der lusophonen Kulturen und Literaturen engagiert. Herausgeberin von literarischen Anthologien, Publizistin und Portugiesisch-Dozentin (LMU, MVHS).

Ort: Lyrik Kabinett
Amalienstraße 83a
80799 München
Tel.: 089-34 62 99

Eintritt frei
Die Veranstaltung findet in portugiesischer und deutscher Sprache statt.

Eine Veranstaltung konzipiert von Lusofonia e.V. im Rahmen des 16. Deutschen Lusistanistentages, organisiert vom Institut für Romanische Philologie der LMU München. Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

Bavaschôro feat. Dandara Modesto – Brasilianische Choros treffen auf bayerische Klänge

Montag, 15. September 2025, 20 Uhr

Bavaschôro aus München bringen brasilianische und bayerische Musik zusammen. Die vier Multi-Instrumentalisten aus Brasilien, Portugal und Bayern spielen Choro, aufgepeppt mit bayerischer Volksmusik, für den Choro untypischen Instrumenten und neuen Arrangements. Ihr außergewöhnlicher Sound trifft an diesem Abend auf die einzigartige Stimme und strahlende Präsenz der Sängerin, Performerin und Musikproduzentin Dandara Modesto, die für eine zeitgenössische brasilianische Musik in der Tradition afro-brasilianischer Rhythmen steht.

Eine faszinierende musikalische Fusion aus brasilianischer Musik, bayerischem Charme und betörender Stimme!

Bavaschôro bringen brasilianische und bayerische Musik zusammen. Die vier talentierten Multi-Instrumentalisten aus München kommen aus unterschiedlichen musikalischen Genres und Traditionen und spielen gemeinsam den Choro, brasilianische Barmusik und Fusion afrikanischer Rhythmen mit Polkas. Bavaschôro trägt diese Melange charmant und mit Leichtigkeit zurück nach Europa, aufgepeppt mit bayerischer Volksmusik, Choro-untypischen Instrumenten wie Waldhorn, portugiesische Gitarre oder Tuba und neuen Arrangements.

Der außergewöhnliche Sound der Band trifft an diesem Abend auf die einzigartige Stimme und strahlende Präsenz von Dandara Modesto. Die Sängerin, Performerin und Musikproduzentin steht für eine zeitgenössische brasilianische Musik, die in der Tradition afro-brasilianischer Rhythmen wurzelt, und hat im Lauf ihrer Karriere an vielen interdisziplinären Projekten in Brasilien und Europa mitgewirkt. Auf ihrem Album „Estrangeira“ (2022) singt sie vom weiblichen Körper in Bewegung, von Migration, der Kraft des Andersseins und den Ahnen. Ihre jüngste Veröffentlichung ist die EP „Trinka“ (2024). Die Künstlerin aus São Paulo lebt in Zürich.

Mit:
Dandara Modesto (Gesang)
Ludwig Himpsl (Perkussion/Pandeiro, Waldhorn, Tuba)
Xaver Himpsl (Flügelhorn, Trompete, Piccolo-Trompete)
Luís Maria Hölzl (Geige, portugiesische Gitarre, Cavaquinho)
Henrique de Miranda Rebouças (7-saitige Gitarre)

Mehr von Dandara Modesto
Instagram: https://www.instagram.com/dandaramodesto/
Trinka auf Instagram: https://www.instagram.com/trinkamusic/?hl=de
Videos: https://www.youtube.com/c/DandaraModesto

Mehr von Bavaschôro
Website: www.bavaschoro.de
Facebook: https://www.facebook.com/bavaschoro
Videos: https://www.youtube.com/channel/UCrKqEbKf1NfQiLC-Y_x9EtQ

Einlass: 19:30 Uhr, Beginn: 20 Uhr

Ort: Ampere, Muffatwerk, Zellstr. 4, München

Tickets gibt es hier:
VVK € 20 zzgl. Gebühren / ermäßigt VVK € 17,50 zzgl. Gebühren
Abendkasse € 25, ermäßigt € 18

Eine Veranstaltung im Rahmen des 16. Deutschen Lusitanistentags, mit freundlicher Unterstützung des brasilianischen General-Konsulats in München
Veranstalter: Lusofonia e.V. in Zusammenarbeit mit dem Muffatwerk