Leo Cavalcanti aus São Paulo lebt seit zwei Monaten mitten in einer exotischen Landschaft: am Ufer des Starnberger Sees, umgeben vom verschneiten und verzauberten Garten der Villa Waldberta, in der Ferne das weiße Alpenpanorama. Was er dort neu komponiert und arrangiert hat, präsentiert er nun zusammen mit Musikern aus São Paulo und Gästen aus München. Dazu gibt es Tanz und Projektionen anderer Künstler aus dem coletivo+br13. Zu hören und zu sehen sein werden die Ergebnisse der Begegnung zwischen dem Schmelztiegel São Paulo und dem winterlichen München.

Mit: Leo Cavalcanti, Gabriel Spinosa, Ota Carvalho, Achiles Luciano, Marina Massoli, Mario Lopes, Luís Maria Hölzl, Tom Mash

https://www.youtube.com/@LeoCavalcantioficial

Das transmediale Theaterstück stellt in den Sozialen Netzwerken und bei szenischen Begegnungen einen direkten Kontakt zwischen einem kleinen Publikum und den Figuren der Geschichte her, wobei sich Realität und Fiktion vermischen. Befreunde dich mit den Protagonisten auf Facebook, verfolge die Handlung im Chat, verabrede dich mit ihnen und greife aktiv ein. Vielleicht brauchen sie euch sogar? Sei für elf Tage Teil einer fiktiven Geschichte – im echten Leben.

Plot: Eine Künstlerin träumt regelmäßig von einem unbekannten Frauengesicht. Nur einer Sache ist sie sich sicher. Es gibt diese Frau und sie wohnt in München.

Idee und Regie: ExCompanhia de Teatro (Bernardo Galegale und Gustavo Vaz)
Mit: Camila Rhodi und Gabi Pinheiro

Ablauf:
10. März: erste Kontaktaufnahme über Facebook
10. bis 21. März: Kontaktaufnahme mit dem Publikum über Social Media-Plattformen und Übertragungen im Internet
21. März: letzte szenische Begegnung – Brasilianischer Heimatabend in der Villa Waldberta

Die ExCompanhia de Teatro (São Paulo) setzt sich mit dem Zeitgenössischen im Theater auseinander, in den sozialen Beziehungen und den künstlerischen Ausdrucksformen. Dabei bedient sie sich des Teatro de Acontecimento (= des Aktionstheaters), das Unvorhersehbares und den direkten Kontakt mit dem Publikum in den künstlerischen Entstehungsprozess einbezieht. Das Theaterstück wurde 2012 in São Paulo uraufgeführt. In München wird eine site-spezifische Version gezeigt.

Der Sänger, Komponist und Instrumentalist Leo Cavalcanti beeindruckt durch die Originalität seiner Musik und durch seine mitreißende Performance. Seine Musik, beeinflusst vom Schmelztiegel der Stadt São Paulo, kann nicht einem einzelnen Stil zugeordnet werden. Der weltbekannte brasilianische Musiker Caetano Veloso sagte über ihn: „Seine überschwängliche und minutiöse Musikalität verdient höchstes Lob, wie auch seine erste CD zeigt. Aber ihn live zu sehen, das erst zeigt sein unverkennbares Talent, denn sein Gestus ist musikalisch und echt.“ Sein Debut Religar wurde 2010 von der Zeitschrift Manuscrito zum Album des Jahres gewählt.

Mit: Leo Cavalcanti, Luís Maria Hölzl, Gabriel Spinosa, Guto Brinholi und Ludwig Himpsl

https://www.youtube.com/@LeoCavalcantioficial

Das coletivo+br13 aus São Paulo gastiert für eine Woche im Import Export.


18. bis 22. Februar

coletivo+br13 im DIALOG mit Import Export

Die Vitrine als durchsichtige Grenze trennt scheinbar, will das Innere zeigen und ist doch nur für den Blick erreichbar.

Das coletivo+br13, das, um nach München zu gelangen, so manch sichtbare und unsichtbare Grenze überschritten hat, lädt die Passanten ein, „Grenzgänger“ zu werden. Solche „Grenzgänger“ können etwas erleben, werden zu „internen“ Aktionen eingeladen: ein Dir gewidmetes Lied, ein Tanz nur für Dich, „ich male Dich“.

u.a. mit: Leo Cavalcanti, Mônica Burity, Achiles Luciano


Montag, 18. Februar, um 19:30 Uhr

DIALOG! Raum

Weil der Name des Veranstaltungsorts Fragen aufwirft, die sich das coletivo+br13 im Bezug auf Kultur stellt, macht es den Namen selbst zum Thema: Was möchte man gerne von seiner eigenen Kultur exportieren und wie importiert man ins fremde Land, das man zum Leben wählt?

Vor über einem Jahrhundert durften fremdartige Pas-de-deux im Ballett nicht fehlen und noch immer gibt es einen Drang DoBrazil-Dinnershows zu produzieren und auch zu sehen. Welche Art von Freakshow der fremden Kulturen bieten wir, um den Hunger nach dem Andersartigen zu stillen? Wo werden wir als importiertes Gut eher geschätzt als die heimische Ware?

Fragen, die wir mitbringen, die immer wieder wehtun, zu denen wir im DIALOG neue Ansätze finden können. Wir bitten alle, insbesondere in München ansässige, ausländische Künstler, Kulturmacher, Interessierte dazu.


Donnerstag, 21. Februar

AFTERSHOW: Religar mit Leo Cavalcanti

ca. 23:00 Uhr, nach dem Konzert von MissMango & pecco billo

Leo Cavalcantis Musik ist von Dichtern, Filmdialogen und der Stadt São Paulo beeinflusst und vereint diverse Stilrichtungen. Angefangen bei der Música Popular Brasileira gleitet er am Flamenco vorbei und bedient sich der verschiedensten Rhythmen. Fürs Import Export bringt er sein Album RELIGAR mit. Gemeinsam mit dem Musiker Gabriel Spinosa mischt er an seinem musikalischen Repertoire und macht es noch tanzbarer.

Leo Cavalcanti ist Sänger, Komponist und Multiinstrumentalist sowie Musikproduzent. Seit er 14 Jahre alt war, hat er professionell mit Musik gearbeitet und neben regelmäßigen Musikkonzerten Soundtracks für Film und Theater produziert. Heute konzentriert er sich ganz auf seine Soloarbeit. Sein Debutalbum Religar (2011) begeisterte Publikum und Kritik.

https://www.youtube.com/@LeoCavalcantioficial

Auf verschiedenen strukturellen Bausteinen basierend spielt das multimediale Stück VRUM insbesondere die Interaktionen von Licht, Ton und Bewegung durch. Es ist so offen gestaltet, dass es sich an die Räume, die eingeladenen Künstler und die vorhandenen Begebenheiten anpasst und dies auch zum Thema macht. Das Leben (in) der brasilianischen Stadt São Paulo wird als ein kontinuierlicher, überlebenswichtiger Adaptionsprozess wahrgenommen.

In VRUM vergegenwärtigen sich im Lichtspiel des Tagtool, in den Tonspuren und in den anwesenden Körpern Stichwörter wie Geschwindigkeit, Überinformation und Anspannung. Außer den festen Mitgliedern der Gruppe DMV22 (Achiles Luciano, Gabriel Spinosa, Marina Massoli, Mario Lopes) sind in dieser Version die Tänzerinnen Monica Burity, Isabel Hölzl und Yamila Khodr dabei.