im Café Muffathalle, Zellstraße 4, München
Abendkasse: 8 €

Moderation und Lesung der deutschen Texte: Michael Kegler

Shunsuke, junger Angestellter einer untergehenden Firma in Tokio, verliebt sich in einem Nachtclub Hals über Kopf in die polnisch-rumänische Kellnerin Iulana. Auf Schritt und Tritt werden sie von einem alten Dichter beobachtet: Es ist Shunsukes eigener Vater Atsuo Okuda. Mit seinem privaten Spionagenetz scheint er, der mit Yoshiko, einer ultrarealistischen, sprechenden Gummipuppe, zusammenlebt, es besonders auf das Glück seines Sohnes abgesehen zu haben. Sein perfider Kontrollwahn steigert sich zu einer äußerst gefährlichen Bedrohung für alle.

Ausgereift und packend – eine kunstfertig erzählte Liebesgeschichte ohne Klischees.
Eduardo Coelho, Revista LER

 João Paulo Cuenca, 1978 in Rio de Janeiro geboren, veröffentlichte 2003 sein erstes Buch Corpo Presente, 2007 erschien sein zweiter Roman O Dia Mastroianni.

Das renommierte Literaturmagazin »Granta« wählte ihn im Juli 2012 auf die Liste der 20 besten jungen brasilianischen Autoren. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er als Kulturjournalist für verschiedene brasilianische Medien. JP Cuenca lebt in Rio de Janeiro.

Der Übersetzer Michael Kegler wurde 1967 in Gießen geboren und hat einen Teil seiner Kindheit in Liberia und Brasilien verbracht. Er arbeitete als Buchhändler und Journalist und übersetzt seit Ende der Neunzigerjahre aus dem Portugiesischen.                                  

Eine Veranstaltung von A1 Verlag, München, Lusofonia e.V., Bayern liest e.V. und Muffatwerk

Ein Abend mit Portrait&Poesie, Lesung&Gespräch, guitarra&violão.

Freitag, den 29. Juni 2012, 20:00 Uhr, in der Seidlvilla, Nicolaiplatz 1b. Eintritt frei.

Hoch betagt starb im Januar 2012 Curt Meyer-Clason, der Übersetzer zahlreicher Werke aus der lateinamerikanischen bzw. portugiesischsprachigen Literatur, ein unermüdlicher Kulturvermittler und Schriftsteller mit eigenem Prosawerk.

Meyer-Clason, zunächst Handelskaufmann, lebte zwei Jahrzente, vor, während und nach dem 2. Weltkrieg in Brasilien. Existentielle Erfahrungen machten aus ihm einen neuen Menschen, der sich nach seiner Rückkehr nach Deutschland als großer Vermittler und Übersetzer leidenschaftlich der Literatur widmete. Als Leiter des Goethe-Instituts in Lissabon erlebte er zwischen 1969 und 1976 die Diktatur und auch die Revolution, wovon seine Portugiesischen Tagebücher eindrucksvoll zeugen. Diese Anmerkungen zu einer Umbruchsepoche sind zugleich eine Liebeserklärung an das Land und seine Leute. Und an eine Literatur, die er beim deutschen Publikum durch wahre Pionierarbeit bekannt gemacht hat.

In dieser Hommage hörten wir Gedichte auf Portugiesisch, Spanisch und Deutsch und ließen in einigen Passagen den Homme de Lettres selbst zu Wort kommen.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Henrique Rebouças auf der 7-saitigen brasilianischen Gitarre und Luís Maria Hölzl auf der portugiesischen Gitarre mit Chôro und Fado.

Lesung: Philine Meyer-Clason und Luísa Costa Hölzl

Mit freundlicher Unterstützung der Tucholsky Buchhandlung und des A1 Verlags.

ZEPPELINpoético

Brasilianische Literatur in München

in der Buchhandlung Literatur Moths, Rumfordstr. 48, 80469 München

Einführung und Moderation: LuÍsa Costa Hölzl
Deutsche Lesung: Wanda Jakob

Im Rahmen der neuen Lesereihe ZEPPELINpoético – Brasilianische Literatur in München hat die brasilianische Schriftstellerin und Drehbuchautorin Beatriz Bracher (geb. 1961 in São Paulo) aus ihrem Roman Antonio gelesen.

Darin lüftet der 30jährige Benjamin Kremz kurz vor der Geburt seines ersten Sohnes ein gut gehütetes Familiengeheimnis, das über mehrere Generationen hinweg weitreichende Folgen hat. In Gesprächen mit der Großmutter und den Freunden seines Großvaters und Vaters erfährt er, wie es dazu kommen konnte, dass seine Mutter sowohl von seinem Großvater als auch von seinem Vater je einen Sohn bekam.

Beatriz Bracher inszeniert eine vielstimmige und poetische Erzählung, deren Protagonisten über Verwicklungen in individuelle und historische Belange, über Hadern mit Betrug und Unschuld und über Miltärdiktatur und Widerstand sprechen. Ihre persönlichen Erfahrungen bieten dem Leser ein facettenreiches und bewegendes Bild der gehobenen brasilianischen Mittelschicht im 20. Jahrhundert.
Beatriz Bracher schreibt eindrücklich und präzise, die Stimmen ihrer Charaktere sind energisch und reich an Gefühlen.

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München

Logo Kulturreferat

Santiago Nazarian, 1977 in São Paulo geboren, hat bereits sechs Romane und einen Kurzgeschichtenband veröffentlicht, in Deutschland ist der Kultautor noch unbekannt.

Er hat Literatur studiert und u.a. als DJ, Englischlehrer und Übersetzer gearbeitet. Das Hay Festival wählte ihn im Jahr 2007 unter die 39 wichtigsten Autoren Lateinamerikas unter 39 Jahren.

Nazarian hat aus dem Thriller Feriado de mim mesmo (Ferien von mir selbst) gelesen sowie aus der Kurzgeschichtensammlung Pornofantasma, die 14 Erzählungen versammelt, inspiriert u.a. von deutschen Erzählern wie den Gebrüdern Grimm oder E.T.A. Hoffmann.

Einführung und Moderation: Luísa Costa Hölzl
Lesung übersetzter Passagen: Wanda Jakob

Espressobar Unopiù
Lindwurmstraße 79 (Goetheplatz),
80337 München, Tel. 089-51617299

Workshop

19. bis 21. Oktober, jeweils 16.00 bis 18.30 Uhr

Import Export
Goethestr. 30, 80336 München

Schulung in Videotanz, Erweiterung des Repertoires und der technischen Aspekte. Fotografie, Bildausschnitt, Drehbucherstellung, Schnitt, Soundtrack, Körperarbeit, Choreografie, Dramaturgie.

Der Workshop gabt den Teilnehmern die Möglichkeit, ausgehend von der Begegnung von Video und Körper kreative Formen zu reflektieren, zu erschaffen und zu erweitern. Durch praktische Übungen in Video, Musik und Tanz sowie Analysen und Debatten über Videos wurden Anreize für die Konzipierung individueller Choreografien geteilt. Nach intensiver Beschäftigung mit der Kunst des Videotanzes konnten die Teilnehmer ihren eigenen Videotanz produzieren.

Kontakt: somarealizacoes@gmail.com
Kosten: € 45,00


Videotanz und Performance

21. Oktober 2011, 19.30 Uhr

im Anschluss DJ Live Set „rhytmpolice“

Cynthia Domenico und Guilherme Chiappetta von der kollektiven Kulturinitiative sOma realizações zeigten Videotanzarbeiten und Überraschungsperformance, konzipiert und unter Regie von Cynthia Domenico, realisiert vom Kollektiv. Mit Publikumsgespräch.

Import Export
Goethestr. 30, 80336 München
Künstlerbeitrag: € 8,00


Die Künstler

Cynthia Domenico

verbindet in ihren Werken Tanz, Performance und Videokunst. Sie entwickelt unabhängige Performance- und Videotanz-Projekte und ist als Produzentin tätig. 2006 gründete sie sOma realizações, eine künstlerische Initiative, die das Verhältnis zwischen den verschiedenen Sprachen des Tanzes, der Musik, des Audiovisuellen und der visuellen Künste untersucht. Die Videotänze sind auf verschiedenen nationalen und internationalen Festivals gezeigt worden, u.a. bei CologneOFF (Köln), Projeto Teorema (São Paulo), University of Utah Dance Camera Festival (USA), Festival FRAME Research (Portugal), Reel Dance International Festival (Australien und Neuseeland), Plataforma Berlin (Uferstudios Berlin) und Lakino (Cine Babylon / Berlin). (www.cynthiadomenico.com)

Guilherme Chiappetta

ist Musiker und Musikproduzent. Am Konservatorium Souza Lima gab er von 2003 bis 2005 Unterricht in elektrischem Bass und Musiktheorie, im Estúdio Malakias leitete er praktische Gruppenübungen. Seit 2005 leitet er das zeitgenössische Jazz-Projekt África lá em Casa in Form von Performance-Shows in Theatern und im öffentlichen Raum der Stadt. Der Künstler hat Soundtracks für Kurz- und Langfilme komponiert, Werbejingles und Werbespots. Seit 2007 ist er bei sOma und entwickelt Tanzprojekte. (www.africalaemcasa.com.br)

Veranstaltet von:
Lusofonia e.V.
HumaVida
sOma realizações
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