Eine Explosion aus Energie und Lebenslust, eine starke Stimme und beeindruckende Bühnenshow – und natürlich eine heiße musikalische Mischung. „DNA“ heißt das vierte Album von Flavia Coelho, der Künstlerin aus den Favelas von Rio mit Wahlheimat Paris. Dementsprechend glänzt ihre Musik durch Hybridität: Baile Funk gepaart mit der Musik der Karibik, die Cumbia wird neu erfunden, HipHop trifft Reggae und auch der Pop wird dabei nicht aus den Augen gelassen. Gemeinsam mit ihrer Band fährt sie eine Groove- und Charme-Offensive, die sich gewaschen hat.
Video Flavia Coelho – DNA
Flavia Coelho en Concerts Volants – ARTE Concert
www.flaviacoelhomusic.com
Wir laden dazu ein, vom Sofa aus Blicke in diverse Ausstellungen und Sammlungen der lusofonen Welt zu werfen. Hier einige Links zu Museen, die virtuelle Besuche/Führungen anbieten, mal sind es nur Fotos, mal Panorama-Spaziergänge, meistens auf Portugiesisch, einige auf Englisch. Klicken Sie sich durch die Webseiten, es gibt schöne Überraschungen.
MUSEU NACIONAL DO RIO DE JANEIRO
MUSEU AFRO-DIGITAL, SALVADOR, BAHIA
MUSEU DE ARTE ANTIGA, LISSABON
PARK DES GULBENKIAN-MUSEUMS IN LISSABON
(in Gebärdensprache)
EIN ABEND MIT ANNETTE PAULMANN & LUIS RUBY
Zum 100. Geburtstag von Clarice Lispector, der Ikone der brasilianischen Literatur, liegen nun alle ihre Erzählungen auf Deutsch vor, neu bzw. erstmals übersetzt von Luis Ruby. Sie sprengen alle Grenzen der Konvention, des Denkens und der Sprache. So humorvoll wie tiefgründig erzählen sie von weiblicher Lust, dem Begehren im Alter, von der Kompliziertheit des Lebens und der unendlichen Freiheit des Schreibens. Dieser Abend soll uns Clarice Lispector näher bringen, die Stationen ihres wechselvollen Schicksals ebenso wie die Grundmotive ihres Schreibens.
Clarice Lispector wurde 1920 als Tochter jüdischer Eltern in der Ukraine geboren und wuchs im ärmlichen Nordosten Brasiliens auf. Sie studierte Jura, arbeitete als Lehrerin und Journalistin und führte als Diplomatengattin ein ebenso glamouröses wie rebellisches Leben. Bereits ihr vielfach beachteter Debütroman »Nahe dem wilden Herzen« brach 1944 klar mit allen Regeln konventionellen Schreibens. Von Krankheit und Tablettenkonsum zerstört, starb Lispector 1977 mit nur 56 Jahren in Rio de Janeiro.
Lebenszeichen aus dem Land, das von der Corona-Pandemie derzeit am zweitstärksten betroffen ist: Luiz Ruffato, zweifellos eine der wichtigsten literarischen Stimmen aus Brasilien, stellt bei einer Online-Lesung die unveröffentlichte Kurzgeschichte „Glücksspiel, Wasser, Feuer, Schmerz“ vor, übersetzt von Michael Kegler. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, per Chat an einer Diskussion mit dem Autor teilzunehmen.
Luiz Ruffato wurde 1961 in Cataguases, Minas Gerais, geboren. Er arbeitete u.a. als Verkäufer und Mechaniker und studierte Journalismus. Ruffatos Romane (auf dt. bei Assoziation A erschienen) beleuchten kritisch die starken sozialen Unterschiede in Brasilien, indem sie die Perspektiven derer einnehmen, die sonst nicht zu hören sind. Für ihn ist das Schreiben verpflichtendes Engagement. Der Schriftsteller lebt in São Paulo.
Der Übersetzer Michael Kegler wurde 1967 in Gießen geboren und hat einen Teil seiner Kindheit in Liberia und Brasilien verbracht. Er arbeitete als Buchhändler und Journalist und übersetzt seit Ende der Neunzigerjahre aus dem Portugiesischen.
Der Autor und sein Übersetzer wurden 2016 mit dem Internationalen Hermann-Hesse-Preis ausgezeichnet.
— Aufgrund der pandemischen Entwicklung und der damit verbundenen Schließung des Kinos, musste das Festival leider abgesagt werden. Wir bedauern dies sehr und bedanken uns für Ihr Verständnis.—
Im Rahmen des 4. Brasilianischen Frühlingsfestival werden am Sonntag, 22. März, zwei Filme gezeigt, die auf das literarische Werk von Luiz Ruffato zurückgehen.
18:00h
Spielfilm nach dem gleichnamigen Roman von Luiz Ruffato. Erzählt wird die Geschichte von Sérgio de Souza Sampaio aus Cataguases, Minas Gerais, der nach einer Reihe von Enttäuschungen beschließt, nach Portugal zu ziehen. Dort will er Geld verdienen und später nach Brasilien zurückkehren. Das Leben in Lissabon zeigt ihm die schwierige Lage eines Einwanderers, die sich stark von seinen Träumen unterscheidet.
OmenglUT (Drama BR/PT 2016, 1h34)
Regie: José Barahona
19:45h
Der Film behandelt Geschichten aus dem Opus von Luiz Ruffato, Vorläufige Hölle. Am Weihnachtsabend treffen sich zwei Freunde aus Kindheitstagen wieder. Die Begegnung spült ein gemeinsames Trauma an die Oberfläche. Das intensive Treffen der beiden bietet die Möglichkeit die unterschiedlichen Wege der Freunde neu zu bewerten, über Erinnerungen, Reue und Freundschaft zu sprechen.
OmU (Drama BR 2016, 1h40)
Regie: José Luiz Villamarim
Im weiteren Programm des 4. Brasilianischen Frühlingsfestivals werden ein Dokumentarfilm, sowei Dramen und Komödien gezeigt. Außerdem gibt es täglich Live-Musik (Vando Oliveira am Freitag und Luan Fernando am Samstag und Sonntag) und kulinarische Spezialitäten aus Brasilien.
Freitag, 20. März
20:30h Simonal
Samstag, 21. März
16:30h Amizade – Teokoayhu
18:30h Oração do Amor Selvagem
20:30h Maria do Caritó
Sonntag, 22. März
16:00h Se eu fosse você 2