Im Rahmen des 3. Brasilianischen Frühlingsfilmfestivals unter dem Motto der Vielseitigkeit des Landes Brasilien, mit all seinen positiven, liebevollen, menschlichen, aber auch negativen, chaotischen und ungerechten Facetten, werden zwei Filme von und mit Grace Passô gezeigt, zur Zeit Stipendiatin des Kulturreferates in der Villa Waldberta/Feldafing. Die Schauspielerin und Regisseurin wird am Samstag anwesend sein.
Ort: KimKino Einstein Kultur, Einsteinstr. 42, Nähe Max-Weber-Platz
Mehr: kim-kino.de
SAMSTAG, 23. März, 18 Uhr, und SONNTAG, 24. März, 18 Uhr
Vaga Carne (BR 2018, Drama, 45 Min, OmeU)
Eintritt: € 3
R: Grace Passô u. Ricardo Alves Junior – D: Grace Passô, Zora Santos, André Novais Oliveira, Ronaldo Coisa Nossa
Eine fremde Stimme war öfters in flüssige, gasförmige und feste Substanzen eingedrungen. Jetzt nimmt sie den Körper einer Frau in Besitz und erfährt zum ersten Mal den Geschmack von etwas wirklich Menschlichem. Zusammen suchen die Stimme und der Körper nach Zugehörigkeit und Identität, während sie ihre Rollen in der Gesellschaft hinterfragen.
SONNTAG, 24. März, 19 Uhr
Praça Paris (BR/PT/ARG 2018, Drama, 112 Min, OmeU)
Eintritt: € 6
R: Lucia Murat – D: Grace Passô, Joana de Verona, Alex Brasil, Babu Santana, Digão Ribeiro
Rio de Janeiro. Camila ist eine portugiesische Therapeutin, die an der Universität UERJ arbeitet und Glória, die Aufzugsbegleiterin der Universität, als Patientin behandelt. Während der Sitzungen ist Camila einer sehr gewalttätigen Realität ausgesetzt, da Glória als Kind vom eigenen Vater missbraucht wurde und ihr Bruder Jonas, ein gefährlicher Krimineller, im Gefängnis sitzt. Die Berichte ängstigen Camila und sie fühlt sich bedroht, während sie für Glória immer wichtiger wird.
Veranstalter des Festivals: Ricardo Eche, mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferates der Landeshauptstadt München
Vorführung dieser zwei Filme in Zusammenarbeit mit Lusofonia e.V.
Bevor die fünf Musiker von Bavaschôro ihre Koffer packen und nach Brasilien reisen, geben sie noch ein Konzert im Münchner Westen in Neuhausen und zwar mit frischen Kompositionen und Arrangements brasilianischer chôros gewürzt mit bayrischer Stubenmusi.
Bavaschôro – das sind professionelle Musiker, Multi-Instrumentalisten allesamt mit klassischer Ausbildung, die aus verschiedenen Genres und mit unterschiedlichen musikalischen Traditionen kommen: aus Brasilien, Portugal und Bayern. Im chôro mischen sich die Melodien der Tanzmusik aus dem alten Europa (Polka, Schottisch, Walzer) mit afrobrasilianischen Rhythmen.
Bei Bavaschôro kehren die Klassiker des chôro in neuen Arrangements zurück nach Europa, gewürzt mit bayerischer Volksmusik. Die Spielfreude, Virtuosität und natürlich auch eine Prise Humor ziehen das Publikum jedes Mal wieder in ihren Bann.
Das harmonische Fundament gibt Henrique Miranda de Rebouças an der 7saitigen Gitarre, für die Melodien sind Márcio Schuster am Saxophon und Xaver Himpsl am Flügelhorn zuständig. Ludwig Himpsl ist an der Percussion, Horn und Tuba zu sehen und Luís Maria Hölzl an der portugiesischen Gitarre, dem Cavaquinho und der Violine.
Eintritt: 12€
Einlass ab 19:30, Beginn 20:00 Uhr
Münchner Stadtbibliothek Neuhausen
Nymphenburgerstr. 171a
www.muenchner-stadtbibliothek.de
Eine Veranstaltung der Münchner Stadtbibliothek in Kooperation mit LUSOFONIA e.V.
Der 1987 in Salvador de Bahia geborene Musiker und Musikproduzent Mahal Pita ist Teil von PlusAfroT, dem Kollektiv brasilianischer Künstler, die sich derzeit in der Villa Waldberta, dem Künstlerhaus der LH München, aufhalten und sich intensiv mit der afrobrasilianischen Kultur und dem Rassismus in der Kunst- und Kulturszene in Brasilien und anderswo beschäftigen.
Auf der Alten Utting gibt es nun die Möglichkeit, den Performance- und Sound-Künstler persönlich zu erleben.
Bei seiner Live-Sound-Performance mischt und improvisiert Mahal Pita Klänge elektronischer Instrumente, unter dem Zeichen einer Improvisation als Band. Die Performance entwickelt sich organisch, indem sie klassische Elemente der brasilianischen Musik aus Salvador de Bahía, dem Geburtsort des Künstlers, mit eigenen Kompositionen, klanglichen Erinnerungen des Stadtkörpers und anderen musikalischen Verweisen auf die Erfahrung der Afrodiaspora vermischt.
Hintergrund ist die Vorstellungswelt der Volksfeste, in der das Heilige und das Profane nicht von einander getrennt sind und die in dieser Verbindung ihre ganze Kraft entfaltet. Mit seinen Improvisationen versucht Mahal Pita, die Komplexität der musikalischen Bezüge und ihrer Herkunft erfahrbar zu machen, denn er geht davon aus, dass die Stadt Salvador bereits seit ihrer Entstehung das Vermitteln als Übung versteht.
Ort: Alte Utting, Lagerhausstraße 15
U-Bahn: U3/U6 Poccistraße oder Implerstraße
Bus: 132 / 62
Eintritt frei
Die Residenz von PlusAfroT ist ein Projekt von plattformPLUS und Lusofonia e.V. und wird durch das Künstlerhaus Villa Waldberta und das Kulturreferat der Stadt München gefördert.
Die afrobrasilianischen KünstlerInnen verschiedener Disziplinen, die seit Januar in der Villa Waldberta zu Gast sind, teilen ihre im Künstlerhaus der LH München erarbeiteten künstlerischen Prozesse.
Am höchsten Punkt Feldafings, mit dem Blick auf den Starnberger See, mitten im Winter und in der „luxuriösen“ Architektur des Hauses/Schlosses, versunken in eine multidisziplinäre Künstlerresidenz – erkennen wir, was für einen Lärm die Anwesenheit unserer Körper in diesem Kontext erzeugt.
Dessen Wirkung geht durch unsere Körper hindurch und versetzt uns an einen unbekannten Ort. Es bleiben Überreste – der verlorene Körper – und davon ausgehend treiben wir unseren Prozess des Zer-schaffens fort. Die Ortsveränderungen werden zu Choreographien.
Ort: Köşk, Schrenkstraße 8
U4/U5 Haltestelle Schwanthalerhöhe,Tram Linien 18/19 Haltestelle Schrenkstraße
Eintritt frei
Die Residenz von PlusAfroT ist ein Projekt von plattformPLUS und Lusofonia e.V. und wird durch das Künstlerhaus Villa Waldberta und das Kulturreferat der Stadt München gefördert.
PlusAfroT kann zugleich als Konzept, Programm, Manifest und Projekt verstanden werden, das zum Ziel hat, die zeitgenössische afrobrasilianische Kultur zu fördern: Drei Monate lang werden afrobrasilianische KünstlerInnen verschiedener Disziplinen in der Villa Waldberta, Künstlerhaus der Stadt München in Feldafing, einen seit mehreren Jahren stattfindenden Austausch fortführen, in kreative Prozesse eintauchen und temporäre Gemeinschaften mit hiesigen Künstlern bilden.
Im Fokus steht die Untersuchung normativer Konflikte und sozialer Normen im Verhältnis zwischen Brasilien und Deutschland sowie die Verschiebung von Körpern in Raum und Zeit als Choreographie. Welche Auswirkungen haben diese Konflikte auf „Fremd-Körper“ in unbekannter Umgebung. Was vermögen künstlerische Praktiken als Instrumente der Vermittlung, des Infragestellens, der Reibung und des Dialogs zu erreichen.
Die Ergebnisse der Rechercheprozesse, Workshops und des Austauschs werden bei diversen Veranstaltungen in München sichtbar.
Malu Avelar (Tänzerin, Schauspielerin); Lenna Bahule (Musikerin, Sängerin, Tänzerin); Diane Lima (Kuratorin, Gründerin AfroTranscendence, Produzentin, Design); Ana Paula Mathias (Design;Videokunst); Guinho Nascimento (Bildende Kunst, Performer, Tänzer); Grace Passô (Schauspielerin, Dramaturgin, Regisseurin); Iagor Peres (Videokunst, Performer); Mahal Pita (Performer, Musiker, Musikproduzent); Leitung: Mario Lopes (Kurator, Choreograph, Tänzer)
Black Box, Gasteig
Friedrich-Ebert-Stiftung, Bayernforum
Villa Waldberta, Feldafing
Köşk, Schrenkstraße 8
Residenz und Veranstaltungen sind ein Projekt von plattformPLUS und Lusofonia e.V. und werden durch das Künstlerhaus Villa Waldberta und das Kulturreferat der Stadt München gefördert.