Chaotisch, in dynamischer und defensiver Architektur, die dem Zyklus von Zerstören und Bauen folgt, bewegt sich die Stadt. Innerhalb eines solchen riesigen Moduls pulsieren wir – gehen ein und aus, besetzen und verlassen, halten an und bewegen uns fort. Manipuliert von Architektur und Bewegung folgen wir physisch konkret den uns auferlegten Verpflichtungen, und nur im Traum ist das Anhalten ein Ausweg.

TREPP ist eine OpenAir-Performance, die Graffiti, Videokunst, zeitgenössischen Tanz und live aufgeführte Neue Musik miteinander verbindet. Das Stück erzeugt eine Sinfonie bewegter Bilder, die dem Takt der Musik folgen und die Alltagsperspektive verändern. Es wurde 2013 während einer Künstlerresidenz in der Villa Waldberta erarbeitet, in São Paulo um die Komposition von Yuri Prado erweitert und im Zusammenspiel mit dem Ensemble Ôctôctô weiterentwickelt.

DMV22:
Tanz: Mario Lopes, Marina Massoli
Digital Painting: Achiles Luciano
Videomapping: Vitor Pardinho

Ensemble Ôctôctô
Cibele Odete Palopoli – Querflöte
Luis Santiago Malaga Leme – Saxophon
Felipe Pinheiro Roque – Trompete
Yuri Prado Brandão de Souza – Guitarre
Márcio Modesto – Klavier
Edinaldo Santos – Posaune
Miguel Eduardo Diaz Antar – Kontrabass
Rubens José de Oliveira Junior – Schlagzeug
Prof. Dr. Michael Kenneth Alpert

Achiles Luciano ist bildender Künstler aus São Paulo und arbeitet mit seiner schnellen und spontanen Malweise meist live. Eigens für die Performances des Künstlerkollektivs DMV22 hat er das Digital Live Painting entwickelt, wovon bei der Eröffnung und in Videos Kostproben zu erleben sein werden.

Während einer Künstlerresidenz der Landeshauptstadt München von Februar bis April 2013 in der Villa Waldberta in Feldafing hat er sein Kompositionslabor aus Fotografie, Malerei, Tagtool, digitaler Malerei und transparenten Aufklebern fortgeführt. Dabei sind vielfach geschichtete Bilder entstanden, die von den Aufführungen, der Zusammenarbeit und dem Aufenthalt des coletivo +br13 in und um München zeugen. Die Schichtung der verschiedenen Flächen bleibt sichtbar, während diese zugleich ineinander übergehen wie bei der Osmose: Sinnbild für den künstlerischen Austausch, das Teilen von Wissen und Erleben und für den kulturellen Assimilationsprozess ist, mal für das Fremde durchlässig, mal nicht.

Neben seinen künstlerischen Auftritten arbeitet Achiles Luciano als Kunsterzieher in Kulturzentren und war an Gruppenausstellungen in Galerien von São Paulo, London und Barcelona beteiligt.

Mehr zum Künstler auf Vimeo

Programm:

Eröffnung +br14: Mittwoch, 9. Juli, 20:30 Uhr
Vernissage mit Performance Auswirkung der Arbeit auf den Körper mit Digital Live Painting von Achiles Luciano unter der Mitwirkung von Marina Massoli, Mario Lopes und Victor Pardinho

Donnerstag, 10. bis Sonntag, 13. Juli, 16 bis 20 Uhr
Ausstellung Achiles Luciano: Notwendige Erweiterung des Diskurses

Freitag, 11. Juli, 21:30 Uhr
OpenAir-Performance TREPP mit DMV22 und dem Ensemble Ôctôctô
TREPP verbindet Graffiti, Videokunst, zeitgenössischen Tanz und live aufgeführte Neue Musik miteinander. Das Stück erzeugt eine Sinfonie bewegter Bilder, die dem Takt der Musik folgen und die Alltagsperspektive verändern.

+br14 bietet vom 9. bis 20. Juli in München ein künstlerisches Programm mit Konzerten, Ausstellung und Performance sowie mit dialogischen Formaten wie Workshops und Künstlergesprächen. Dabei machen Künstler aus São Paulo und München gemeinsam Musik und diskutieren die sozial-politische und künstlerische Lage. Die Künstler stellen ihre Arbeit vor und ermöglichen eine interdisziplinäre und transkulturelle Auseinandersetzung.

Mit: Achiles Luciano, Marina Massoli, Mario Lopes und Victor Pardinho sowie dem Ensemble Ôctôctô.

Programm:

Mittwoch, 9. Juli, 20:30 Uhr
Vernissage mit Performance Auswirkung der Arbeit auf den Körper
Projektraum Streitfeld, Streitfeldstr. 33
Eintritt frei

Donnerstag, 10. bis Sonntag, 13. Juli, 16 bis 20 Uhr
Ausstellung Achiles Luciano: Notwendige Erweiterung des Diskurses
Projektraum Streitfeld, Streitfeldstr. 33
Eintritt frei

Donnerstag, 10. Juli, 20:30 Uhr
Konzert: Álbum de Família mit dem Ensemble Ôctôctô
Einstein Kulturzentrum, Einsteinstr. 42
Eintritt 15 €, 10 € ermäßigt

Freitag, 11. Juli, 21.30 Uhr
OpenAir-Performance TREPP mit DMV22 und dem Ensemble Ôctôctô
Projektraum Streitfeld, Innenhof, Streitfeldstr. 33
Eintritt frei

Sonntag, 13. bis Dienstag, 15. Juli
Workshop Oktett für mehr mit dem Ensemble Ôctôctô
Einstein Kulturzentrum, Einsteinstr. 42
Anmeldung unter: mariolopes@festivalplusbrasil.com

Mittwoch, 16. Juli, 20:30Uhr
Konzert: Das Ensemble Ôctôctô lädt Musiker aus München ein
Blackbox, Gasteig, Rosenheimerstr. 5
Eintritt 15 €, 10 € ermäßigt

Sonntag, 20. Juli, ab 18 Uhr
Diskussion und Musik NACHSPIEL – Brasilien nach der WM.
Eine Veranstaltung des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftung
Die Schreinerei, Marsstr. 13

Leo Cavalcanti aus São Paulo lebt seit zwei Monaten mitten in einer exotischen Landschaft: am Ufer des Starnberger Sees, umgeben vom verschneiten und verzauberten Garten der Villa Waldberta, in der Ferne das weiße Alpenpanorama. Was er dort neu komponiert und arrangiert hat, präsentiert er nun zusammen mit Musikern aus São Paulo und Gästen aus München. Dazu gibt es Tanz und Projektionen anderer Künstler aus dem coletivo+br13. Zu hören und zu sehen sein werden die Ergebnisse der Begegnung zwischen dem Schmelztiegel São Paulo und dem winterlichen München.

Mit: Leo Cavalcanti, Gabriel Spinosa, Ota Carvalho, Achiles Luciano, Marina Massoli, Mario Lopes, Luís Maria Hölzl, Tom Mash

https://www.youtube.com/@LeoCavalcantioficial

Auf verschiedenen strukturellen Bausteinen basierend spielt das multimediale Stück VRUM insbesondere die Interaktionen von Licht, Ton und Bewegung durch. Es ist so offen gestaltet, dass es sich an die Räume, die eingeladenen Künstler und die vorhandenen Begebenheiten anpasst und dies auch zum Thema macht. Das Leben (in) der brasilianischen Stadt São Paulo wird als ein kontinuierlicher, überlebenswichtiger Adaptionsprozess wahrgenommen.

In VRUM vergegenwärtigen sich im Lichtspiel des Tagtool, in den Tonspuren und in den anwesenden Körpern Stichwörter wie Geschwindigkeit, Überinformation und Anspannung. Außer den festen Mitgliedern der Gruppe DMV22 (Achiles Luciano, Gabriel Spinosa, Marina Massoli, Mario Lopes) sind in dieser Version die Tänzerinnen Monica Burity, Isabel Hölzl und Yamila Khodr dabei.